Kurze Schatten

Der junge hamburger Forscher Albrecht Roscher macht 1858 eine Reise nach Ostafrika. Er hat gerade seine Doktorarbeit zu den Quellen des Nil eingereicht und will nun den empirischen Beleg für seine These erbringen. Er schreibt aus Sansibar:
 „Ich verweigere für mein Unternehmen nicht, alles aufs Spiel zu setzen“

 KURZE SCHATTEN

Hier ist Sansibar. In diesem Haus bereitet Albrecht Roscher seine Expedition in das Innere Afrikas vor. Noch herrschen hier die Sultane von Oman. Das Festland aber ist terra incognita. Auf einer aktuellen Karte findet Roscher allerdings einen Karawanenweg ins Landesinnere eingezeichnet. Der führt über tausend Kilometer an einen geheimnisvollen großen See. Aus ihm könnte der Nil entspringen.

„Gleichwohl wünsche auch ich weiter ins Innere einzudringen, und hoffe Gelegenheit zu haben, dort die Richtigkeit meiner Ansichten … faktisch zu erweisen. Es ist meine Absicht, eine Expedition zu unternehmen. Dieselbe würde große Aussicht auf Erfolge haben, da das Reisen desto leichter wird, je weiter man sich von der Küste entfernt; auch scheint von Sansibar aus zum Nyassa-See hin ein viel benutzter Weg vorhanden zu sein. Das Innere Afrikas, besonders dort, wo das ganze Jahr über Regen fällt, gibt Kenntnisse preis über die Bildung von großen Seen und mächtigen Strömen. Die größten Erwartungen werden nicht enttäuscht werden.“

 Zu Beginn der Expedition trifft Albrecht Roscher auf seinen Konkurrenten Richard Burton, der in seinem Tagebuch mit Staunen vermerkt, dass der junge Hamburger unbewaffnet unterwegs ist. Er werde wohl seine Reise nicht überleben.

Auf dem Weg nach Kilwa, dem arabischen Außenposten auf dem Festland. End- und Ausgangspunkt der Karawanen. „Die Eingeborenen hielten Tag und Nacht feierliche Versammlungen ab, in welchen sie über die Ermordung des Reisenden beratschlagten,“ berichtet er seinem Bruder nach Hamburg. Und: In Kilwa selbst wütet die Cholera. „Erde und Luft waren von Gift geschwängert und die Menschen starben wie die Fliegen. Die armen Opfer wurden an den Füßen über den Strand gezogen, um ins Meer geworfen zu werden, das ölige Wasser war übersät von menschlichen Überresten.“

Im vielen Teilen Ostafrikas gibt es seit Jahrhunderten den Geheim- und Maskenbund Nyau. Traditionell ist dieser Geheimbund in die Initiation von Jugendlichen involviert, die in Laubhütten auf das Leben, auch auf die Beschneidung, vorbereitet werden. Oft werden die Nyaus eingeladen, bei den Abschlussfeiern der Mädcheninitiation teilzunehmen und Schrecken zu verbreiten. So sollen die Jugendlichen Disziplin, Höflichkeit und Arbeitseifer kennen lernen. Auch von den Mitgliedern des Geheimbundes Nyau werden vielfältige Kenntnisse verlangt, eine Geheimsprache, Gesänge, bestimmte Tanzbewegungen, wie auch das Herstellen von Masken, die ihre Identität verbergen. Auch müssen sie lernen, die Stimme zu verstellen und Rätsel zu lösen. Was ist das Haus der Nyau? Die Blätter! Das Haus der Nyau ist der Wald, wo sie leben. – Wer die Geheimnisse des Nyau verrät, wird früher oder später bestraft, wird geistesgestört.

Die Nyaus verfügen über die Fähigkeit zu bösem Zauber, der sie in die Nähe und Machenschaften der Mfiti, der Hexer bringt. In ihre Schreckensauftritte sind neben den Tiermasken auch Symbolfiguren der Eindringlinge aus dem Westen (der Forscher, der Soldat, der Politiker) integriert. In meist nächtlichen Ritualen, die mehrere Tage andauern können, mobilisieren die wild verkleideten Maskenfiguren die Kräfte des Dschungels gegen das Fremde. So tritt der Geheimbund als verdeckte politische Kraft der Stammeskultur auf.

Der Karawanenweg führt vom Trockenwald an der Küste in die tropische Vegetation im Hochland und ist nur in der Trockenzeit passierbar. Seit Jahrhunderten sind auf ihm Waren transportiert worden. Gerätschaften und Textilien ins Landesinnere, Elfenbein und Sklaven, Männer, Frauen, Kinder für die großen Sklavenmärkte in Kilwa und Sansibar. Oft trugen die Sklaven auch noch die Stosszähne der Elefanten, das brachte doppelten Gewinn.

Albrecht Roscher aber, vom Forscherdrang getrieben und schon vom Tropenfieber geschwächt, hatte nur sein Ziel vor Augen. In diesem Delirium mussten ihm die Menschen, denen er begegnete, oft im Verborgenen bleiben.

Im Bemühen, die letzten weißen Flecken auf der Landkarte zu tilgen, war seine Chance, in der Fremde etwas von den Menschen und ihrer Kultur zu begreifen, oder auch nur zu überleben, nicht groß.

Nach zwanzig  Tagereisen: Hier ist Tunduru,  auf halber Strecke zum heutigen Grenzfluss Rovuma. Bis hierher war Albrecht Roscher der mecklenburgische Junker von der Decken nachgefolgt. Er mußte umkehren.

In der Fremde trifft man auf viele Sprachen. Andere Wege der Verständigung sind notwendig. Das schließt Missverstehen und Irrtum ein.

Oft sind mehrere Karawanen unterwegs gewesen, manche auch mit vielen Tausend Menschen und Tieren. Schon vor Sonnenaufgang setzte sich der Zug in Bewegung um sich nach vielleicht 20 Kilometern am Nachmittag für die Nacht nieder zu lassen. Die Reise zum Nyassa-See nahm zwei Monate in Anspruch. Albrecht Roscher hatte zuvor in Sansibar arabisch gelernt und war nun in arabischer Kleidung im Pulk der Karawane unterwegs.

„Unglücklicher Weise kann ich Ihnen nicht den erhofften erfreulichen Brief schreiben. Mir geht es schon länger ziemlich schlecht und ich werde in der Hängematte durchs Land getragen, wobei ich viel Zeit habe, über den schlechten Zustand meiner Angelegenheiten zu sinnieren. Ein wenig spät beginne ich mich etwas zu erholen und habe nun die Hoffnung, wenigstens auf dem Weg zurück etwas von dem mitzubekommen, was ich bisher versäumt habe. Wenn nicht, werden die Ergebnisse meiner Expedition sehr unbefriedigend sein. Dies ist der Nachteil, mit einer Karawane zu reisen: man muss mit der Menge mitgehen, ob man will oder nicht.“

 Der Weg führte zu großen Teilen durch das Stammesgebiet der Yao, die unter ihrem Führer Makata noch an vielen Orten mit den gerade aus dem Süden eingedrungenen Wagoni in Kämpfe verwickelt waren. Jede Karawane musste sich dem Schutz des jeweiligen Chiefs unterstellen und Absprachen über die Versorgung so vieler Menschen und Tiere treffen.

Der Geheimbund Nyau steht für den kulturellen Widerstand gegen die Invasion fremder Mächte. Diese Kultur ist die Gegenkraft, auf die der ehrgeizige Forscher stößt, womöglich ohne sie überhaupt zu erkennen. Es waren gerade diese Geheimbünde, die von den christlichen Kirchen denunziert und ins Abseits gedrängt worden sind. Dennoch hat sich um den Nyassa-See der Kult bis heute fast überall erhalten.

Auf dem Weg zum Fluß Rovuma, der in der Regenzeit mit seinen Wassermassen ein großes Hindernis für die Karawanen darstellte. Hier hat Albrecht Roscher einen Teil seiner Ausrüstung am jenseitigen Ufer hinterlassen. Von dort würde später unabhängig vom Wasserstand alles nachgeholt werden können.

Auch heute noch sind hier alle zu Fuß unterwegs. Man findet sich in Pulks zusammen und wie von unsichtbarer Hand gelenkt, verständigt man sich, bewegt sich gemeinsam fort und findet seine Unterkunft. Und so unvermittelt, wie sich eine Gruppe zusammen gefunden hat, trennt sie sich auch wieder.

Nach vierzig Tagereisen: Der Grenzfluß Rovuma. Wir dringen ein in eine Region, in der alles Geheimnis und Überraschung ist.

Der heute in dem Gebiet zwischen dem Rovuma und dem Nyassa-See herrschende Clan führt seine Abstammung auf den Chief Kingomango zurück, unter dessen Obhut damals Albrecht Roscher reiste und an den See gebracht worden war. Hier wird Yao gesprochen, am See Nyanja, manche sprechen hier auch Kisuaeli oder portugiesisch.

Der heutige Chief Kingomango, der den Namen seines Ahnen weiterführt.

„Da morgen eine Karawane zurückgeht, beeile ich mich Ihnen mitzuteilen, dass ich sicher am Nyassa-See angelangt bin und sechs Monate bis zum Ende der Regenzeit bleiben werde. Auch wenn sich meine Gesundheit stetig verbessert hat, bin ich immer noch unfähig, selbst aufzustehen und bedarf permanenter Hilfe. Zugegeben: der letzte Teil unserer Reise war auch nicht sehr

geeignet für die Regeneration, es gab eine fürchterliche Hungersnot und darüber hinaus mussten wir jeden Tag acht bis zehn Stunden marschieren. Hier am Nyassa-See ist es besser, aber auch hier sind Lebensmittel knapp, da große Gebiete aufgrund der Sklavenkriege verwüstet sind.“

Unterlegene in den Stammeskriegen als Sklaven zu nehmen oder zu verkaufen, war durchaus üblich. Oft wurden auch Gesetzesbrecher in die Sklaverei verkauft. Der Bedarf an Sklaven in den neuen Plantagen  vor allem der französischen Kolonien im indischen Ozean war so angewachsen, dass nun regelrechte Sklavenkriege geführt wurden, vor allem tief im Inneren des Landes und auf dem gegenüber liegenden Ufer des Sees.

„Der Nyassa-See ist in der Tat ein unübersehbares Meer, wie man denselben in Sansibar schildert. Nach dem gegenüberliegenden Ort fährt man anderthalb Tage in großen Kanus. Ich gedenke die Reise demnächst zu machen. … Augenblicks gibt es wegen des Krieges Mangel an allem, aber dennoch kenne ich kein schöneres Land als dieses hier. ..Wir sind hier auch gar nicht so wild, wie wir aussehen und leben sogar ganz gut.“

 Albrecht Roscher betreibt geografische Vermessungen, die seine These zur Lokalisierung der Nilquellen beweisen sollen. Auch macht er botanische Studien, unbekannte Flechten, die heute seinen Namen tragen, schickt er sogar mit einer Karawane zurück nach Sansibar. Der Blick auf die andere Seite des Sees und die Kunde von großen dahinter liegenden Flüssen aber lassen in ihm den Plan wachsen, als Erster den ganzen afrikanischen Kontinent zu durchqueren und dafür den größten Ruhm zu ernten.

Viele junge Männer waren damals entschlossen, sich an der Erforschung Afrikas zu beteiligen und sich so einen Platz in den Annalen der Wissenschaftsgeschichte zu erobern. Ganze Abschlussklassen fühlten sich verpflichtet, für die Nation und ihre berufliche Karriere das größte Wagnis einzugehen. Handelshäuser wie die Gewürzfirma Oswald und selbst der bayrische König gewährten Unterstützungen. Sollte man lebend zurückkehren, waren große öffentliche Anerkennung und eine professorale Anstellung sicher. So ließen selbst größte Gefahren die jungen Männer nicht zögern, ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

(Der aktuelle Chief, der gerade sein Amt im Namen Kingomangos angetreten hat. Schon immer war der Clan am Handel über den See beteiligt, ja lebte zeitweise sogar auf der anderen Seite des Sees.)

Hier werden im Gebet für Regen Opfergaben in Töpfe gebracht, die nahe der Gräber früherer Chiefs in die Erde eingelassen sind. Die Gräber aus der Zeit Albrecht Roschers befinden sich unter Wasser, nachdem inzwischen der Wasserspiegel des Sees gestiegen ist.

Albrecht Roscher hat zwar von der besonderen Art „Tropenfieber“ gewusst, das seine Generation im Vorfeld der Kolonisation befallen und zugerichtet hatte. Von den möglichen dramatischen Folgen jedoch hatte er nur eine vage Ahnung. „Nichts kann den Menschen so gründlich ruinieren wie Unruhe, und es findet dies namentlich auf Entdeckungsreisende seine Anwendung, welche alles am Ende ertragen lernen, aber durch das ewige Gefühl der Unruhe aufgerieben werden.“

In jedem Dorf werden die Initianten, Mädchen und Jungen getrennt, durch rituelle Übungen und Beschneidungen auf das Erwachsenendasein vorbereitet.  Hier in der Bastmatte der mbalame, mit aufgesetzten Hörnern als Kopfteil. Schreckenslaute und Schläge. Hier erlernt man Demütigsein und Schmerzen ertragen – und die Bedrohung durch wilde Masken aushalten! Dafür steht der Geheimbund Nyau.

So brechen die Forscher auf: zu Fuß, zu Pferd, mit dem Schiff und der Karawane – und nehmen Qualen und große Entbehrungen auf sich. Ihre Erfahrungen werden dann im Tagebuch, im Forschungsbericht festgehalten, die zu überliefern ihnen oft wichtiger als ihr Leben ist.

Das Dorf Losefa war ein Außenposten der Sklavenhändler am See. Hier war Albrecht Roscher gastfreundlich aufgenommen worden. So konnte er sich in der Regenzeit erholen und neue Pläne schmieden. „Meine Angelegenheiten verbessern sich und ich bin guten Mutes. Das ganze Innere Afrikas steht mir offen und ich werde mich auf den Weg machen, wohin auch immer.“

Jetzt mussten erst einmal die am Rovuma zurückgelassenen Gegenstände nachgeholt werden.

Alle Forscher berichten von feindlichen Demonstrationen und Ritualen gegen das Eindringen der Weißen. Angst und Aggression begleiten sie. „Das Gefühl fortwährend auf Feinde zu stoßen,  jeden Augenblick darauf gefasst sein zu müssen, aus dem nächsten Uferdickicht von unsichtbarer Hand Pfeile zugesandt zu bekommen, erhält uns in fortwährender Spannung.“

 Wissenschaft und Wahn bestimmen diese frühen Wegbereiter des Kolonialismus. Nur wenige haben, gerade wegen ihres expansiven Eindringens, ihr Abenteuer überlebt. Albrecht Roscher hat den Zusammenhang von Expansion und Widerstand durchaus gekannt. In seiner Doktorarbeit propagiert er deshalb in Abgrenzung zu den militärisch organisierten Invasionen der englischen Forscher einen weniger martialischen Weg – mit ungewissem Ausgang. „Jedenfalls hat, wer mit Mut und Ausdauer gerüstet hier vorzudringen sucht, mehr Aussicht auf Erfolg, als großartige Expeditionen, welche bei den Ungläubigen eindringen. Das erstrebte Ziel zu erreichen, wird ihnen niemals gutwillig gestattet werden; mit Gewalt zu demselben vorzudringen, dürfte man aber doch wohl nicht stark genug sein.“

Am Ende der Regenzeit macht sich Roscher in Begleitung seiner beiden Diener auf den Weg zurück an den Rovuma. Die Gruppe nimmt eine Abkürzung durch unwegsames Gelände, abseits des großen Karawanenweges.

Hier ist Kisunguni, heute Kisongole, am Scheideweg vom Nyassa-See zum Rovuma. Ein Berg nahe der Ortschaft Mamemba.

In vielen afrikanischen Kulturen haben Berge eine große Bedeutung, Menschen und Dörfer vergehen manchmal spurlos, Berge bleiben bestehen.

„Als ich in die Nähe des Dorfes kam“, berichtet später der Diener Roschers in Sansibar, „sah ich eine Menge von Eingeborenen angeführt vom Besitzer der Hütte, in der Roscher wohnte. ..Es handelte sich um den Dorfältesten mit viel Einfluss…  Ich sah dann, wie mein Bruder Omar von einem Pfeil getroffen zu Boden stürzte. Gleich danach drang jener gegen die Tür vor, wo mein Herr erschien und schoss ihm mit einem Pfeil in die Brust. Ein anderer Pfeil traf ihn in den Hals und er brach vor der Tür zusammen. Ich war nur noch ein paar Meter von ihm entfernt, so stürzte ich zu ihm. Er stöhnte noch und verstarb. Die Leute plünderten dann schnell das Haus, ich aber, von einem Pfeil in der Hand getroffen, flüchtete und versteckte mich in einem Feld.“

„Nachdem es dunkel geworden war und alle Leute weggegangen waren, ging ich nach dem Haus zurück. Die Leichen lagen so, wie sie gefallen waren. Ungefähr um Mitternacht kamen einige Leute, ich versteckte mich in der Nähe und sah, dass diese Leute beide Leichen nahmen und wegtrugen.“

Der Dorfvorsteher auf der Suche nach Gräbern, die irgendwo in diesem Dickicht sein sollen. Er orientiert sich dabei vergeblich an Bäumen und dem Sonnenstand. Von Roschers Aufzeichnungen fand sich nie wieder eine Spur. Der beiläufige Tod.

Viele heutige Chiefs der Region, hier Kalanji und Chiwoza, beziehen sich auf den damaligen Stammesführer Kingomango, der Albrecht Roscher Geleitschutz gegeben hatte. Allerdings wird in den Gesprächen schnell klar, dass Kingomango selbst tief in den Sklavenhandel verstrickt gewesen, sogar mit ihm mächtig geworden war. Tausende von Sklaven hat er über den See gebracht und dabei mit den arabischen Karawanenführer am selben Strang gezogen.

Der britische Konsul in Sansibar schreibt in einem Bericht nach Europa, dass Albrecht Roscher im Dorf Kisunguni, drei Tagereisen nordöstlich des Nyassa-Sees, ermordet worden sei. „Er war der erste weiße Mann, der je bis an seine Küsten gelangt ist.“

Hier erinnert man sich der Vorfahren und gedenkt ihrer rituell. Für schon lange Verstorbene oder auf dem Weg Getötete legt jeder Passant noch Generationen später einen Stein nieder. Nicht für die Fremden, die einfallen und ihr Leben lassen.

Als Hintermänner des Mordes wurden schnell die arabischen Sklavenhändler verdächtigt, die dem westlichen Vordringen direkt im Wege standen. Tatsächlich aber haben deren Mittelsmänner Albrecht Roscher hilfreich unterstützt. Naheliegend aber ist, dass sich die Afrikaner selbst im Klima tiefster Feindseligkeit des Eindringlings entledigt haben. Keine zwei Generationen später werden in dieser Region Tausende, die sich mit Zauberwasser unverwundbar gemacht und sich dem Majimaji-Aufstand angeschlossen haben, von den Kolonialtruppen niedergemäht.

EIN FILM VON GERD ROSCHER

SPRECHER JAKOB  BENKHOFER